Fridolins Geburt

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Danke für deinen Geburtsbericht!

Geburtsbericht Fridolin – 18.09.2025 (positiv, harmonisch, sanft)

Am 18.09. um 1:30 Uhr wurde ich von leichten Wellen geweckt. Ich stand auf und machte es mir im Wohnzimmer gemütlich – mit einer Kerze, einem warmen Licht und einer Serie, die mich begleitete. Immer öfter musste ich die Wellen veratmen, doch sie kamen noch unregelmäßig. Besonders gut tat mir der Gymnastikball, auf dem ich mein Becken kreisen ließ.

Kurz vor 4 Uhr ging ich in die Badewanne. Dein Papa schlief noch, damit er Kraft für den großen Tag sammeln konnte. Im warmen Wasser wurden die Wellen regelmäßiger und intensiver – genau so, wie es für diesen Moment richtig war. Ich fühlte mich ruhig und gut vorbereitet.

Gegen 5 Uhr kam dein Papa zu mir ins Bad. Als er hörte, wie tief ich atmete, wurde ihm bewusst, dass du dich nun wirklich auf den Weg machst. Die Aufregung war ihm sofort anzumerken.

Um Dreiviertel 6 ging ich kurz unter die Dusche und wir entschieden: Jetzt ist es Zeit, Peggy anzurufen. Sie sagte, dass sie sich auf den Weg macht. Die Wellen wurden kräftiger, und alles fühlte sich nach „Es geht wirklich los“ an. Papa bereitete währenddessen alles für die Fahrt vor.

Ich setzte mich erneut auf den Gymnastikball im Wohnzimmer – das half mir am allermeisten. Ich konnte die Wellen noch sehr gut veratmen. Zwischen halb und Dreiviertel 7 kam Peggy an. Allein ihre Anwesenheit brachte eine wunderbare Ruhe und Sicherheit in den Raum. Nicht nur für mich, sondern auch deinem Papa gab dies große Sicherheit, und er war viel entspannter. Sie tastete meinen Muttermund ganz behutsam: bereits 4 cm. Ein toller Fortschritt!

Um halb 8 machten wir uns entspannt auf den Weg ins Krankenhaus. Die Fahrt war herausfordernd, da die Wellen nun schon sehr kräftig kamen. Ich musste sie alle 2–3 Minuten veratmen. Im Kreißsaal angekommen richteten wir uns ein. Ich war ganz bei mir, in meiner eigenen ruhigen Welt. Ich veratmete die Wellen auf dem Ball, wechselte intuitiv die Positionen und ließ meinen Körper arbeiten. Der Vierfüßler tat mir auf einer Matte auf dem Boden besonders gut. Papa reichte mir stets etwas zu trinken und war immer an meiner Seite. An Essen konnte ich unter der Geburt gar nicht denken.

Gegen 9:30 Uhr überprüfte Peggy erneut meinen Muttermund: 8 cm bei entspanntem Muttermund und 5 cm während einer Wehe. Peggy meinte: „Ein sehr schöner Befund, es geht wunderbar voran.“ Ich lief etwas durch den Raum, um dich noch tiefer rutschen zu lassen, und wurde von deinem Papa und Peggy am unteren Rücken mit den Händen und einem Igelball liebevoll massiert. Das tat unglaublich gut. Peggy sagte immer wieder, wie gut ich das mache, und motivierte mich stets. Das bedeutete mir viel und ich nahm es auch bewusst wahr.

Circa um 12:00 Uhr tastete Peggy erneut vorsichtig meinen Muttermund, weil ich das Gefühl hatte, es hätte sich etwas verändert. Beim Veratmen der Wellen kamen nun schon Geräusche wie „Ahhh“ aus meinem Mund, die die Wellen für mich erträglicher machten. Peggy sagte: Es fehlt nur noch ein kleines Stück bis zur vollen Öffnung des Muttermundes. Nun konnte es nicht mehr lang dauern. Ich schöpfte erneut Kraft und war voller Euphorie und Motivation für die bevorstehende Geburt.

Gegen 12:30 Uhr durfte ich endlich in die Geburtswanne. Ich wusste: Jetzt ist der Endspurt. Das warme Wasser war eine Wohltat. Ich probierte verschiedene Positionen aus, fand Halt an den Tüchern, die von der Decke hingen, und spürte, wie jeder Atemzug mich näher zu dir brachte.

Während einer Wehe sagte Peggy plötzlich mit einem Lächeln: „Ich sehe schon Haare!“
Dieser Satz war für mich ein magischer Moment und schenkte mir enorme Motivation.

Die letzten Minuten waren sehr intensiv, aber ich fühlte mich getragen – von Papa, von Peggy, von der Atmosphäre, von meinen Gedanken und von meinem Vertrauen in mich selbst. Zunächst kam der Kopf und war zwischen meinen Beinen zu sehen. Peggy fragte mich, ob ich ihn mal anfassen möchte. Ich zögerte nicht lang und fasste ihn an. Ein unbeschreibliches Gefühl. Die Haare fühlten sich schön flauschig an. Kurz darauf folgten zwei letzte kraftvolle Wellen und du warst da.

Um 13:54 Uhr kamst du zur Welt – unser Fridolin, kerngesund, voller Leben und mit neugierigen, wachen Augen. Du lagst sofort auf meiner Brust. Dieser Moment war unbeschreiblich – ruhig, warm, vollkommen, mit nichts auf dieser Welt zu vergleichen. Deinem Papa und mir schossen sofort Tränen ins Gesicht. Wir konnten unser Glück nicht fassen.

Wir blieben noch in der Geburtswanne und genossen unsere ersten Minuten als kleine Familie. Später kuschelten wir im Geburtsbett weiter. Du hast direkt an meinen Fingern genuckelt und kurz darauf das erste Mal an meiner Brust getrunken. Ein wunderschönes Gefühl voller Nähe und Liebe. Alles um uns herum schien still.

Am frühen Abend zogen wir in unser Familienzimmer um. Auf einmal waren wir zu dritt – erfüllt, überwältigt und überglücklich.



Rückblick

Wenn ich heute an die Geburt zurückdenke, kann ich sagen: Sie ist genauso verlaufen, wie ich es mir gewünscht und vorgestellt hatte. Die positive Einstellung während der Schwangerschaft, die Akupunktur bei Peggy, die Heublumenbäder, das Manifestieren meiner Geburtsvision und der Glaube an meinen Körper haben mir sehr geholfen.

Auch der Geburtsvorbereitungskurs bei Peggy war unglaublich wertvoll – ich kann ihn jeder werdenden Mama von Herzen empfehlen.

Ein riesiger Dank geht an unsere wunderbare Hebamme Peggy. Sie hat uns mit so viel Gefühl, Erfahrung, Ruhe und Wärme begleitet. Wir hätten uns niemand Besseren wünschen können.

Ich bin unendlich dankbar, Mama sein zu dürfen.
Es erfüllt mich mit so viel Liebe und Stolz.
 

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